Ich vermisse nichts von dir.
Das Gras auf meiner Seite ist viel grüner.
8.9.16 11:34


i feel this hole in my chest
itching in my wrists
you make me feel the best
and push me right down again
i am my own nemesis
of doubts and certainty

12.9.16 10:02


take me hostage
i'll caress your wounds and scars
time heals nothing and neither will this bond
but misery loves company

12.9.16 17:23


this is the wake up whisper i needed
fight your bad habits
you know you aint that weak
21.9.16 08:12


Rückblende; unbestimmter Monat, Jahr 2011

An einen Freitag  Morgen um 7:38 merke ich, wie schnell einen die Vergangenheit unbemerkt einholt.

Ich warte auf meine Bahn

Hebe und senke meinen Blick. Auf der anderen Seite der Gleise steht der alles zerstörende Geist.
Wut kommt auf. Mein * steht da. Der, der uns so viel schuldet. Ich verspüre den Drang dazu gemächlich die Seite zu wechseln und ihn dort ins Jenseits zu befördern.
Vier Jahre. Zorn. Er guckt umher, sieht mich. Ich sehe ihn nicht er ist nur ein stumpfer Geist. Eine Träne und mehr Wut und Enttäuschung die mir die Kehle zudrückt, mir diesen Kloß in den Hals setzt und meine Gesichtszüge erfrieren lässt.
Wieso muss ich gerade dann, wenn es fast wieder so weit ist aus diesem Höllendorf weg zuzuziehen auf alles und jeden treffen, den ich gleichgültig oder mit all zu starkem Hass aus meiner Gegenwart und Zukunft verbannt hatte.
Jeder Quadratzentimeter dieser Straßen birgt Zerstörungswut für mich. Ich will hier wieder weg. Ich will mich niemandem stellen. Nur laufen, der Tot holt sie eh alle, oder mich - früher oder später.

Millionen Dinge rasen mir durch den Kopf - und auch gar nichts. Die Bahn kommt sofort. Reißt den Fremdkörper wieder aus meinem Lebensraum.
Sichtbar wird transparent.

Auch meine Bahn kommt und leitet mich in die gegengesetzte Richtung - wie es ja schonmal passiert ist.

Hunderte mal gesehene Wiesen, Häuser und Felder erscheinen vor meinem Blickfeld. Keine Erfrischung, aber eine befrienendere Aussicht als die Vorherige.

Verdrängen. Vergessen. Doch eine Stunde alleine in der Bahn zwingt einen schon fast mit Gewalt zu niederschmetternden Gedanken.
Ich nehme mein Buch zur Hand und flüchte schnell und leise in eine andere Realität.

26.9.16 12:09


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