"Im Moment habe ich einfach nur Angst zu versagen"

 

 

7.2.10 21:30


Die Leute sollten anfangen sich mehr mit sich selbst zu beschäftigen. Nicht mit ihrem Dasein, sondern mit dem, was sie anderen Leuten sagen.

Diese gewissen Menschen stecken von Kopf bis Fuß in ihrer eigenen Geschichte fest. Und sie werden nicht merken, dass sie nur in ihrem Kopf diese gewisse Person sind. Der, der sich für den Größten hält, oder das Mädchen, dass einfach nicht merkt das sie allen anderen nur nachplappert und es für ihre eigene Meinung hält. Sie halten sich für abnormal phänomenal.
Und der, der in seiner Geschichte, der total mächtige auf dem Spielfeld ist. Der ist in Wirklichkeit nur ein armer fetter Junge, der sich sein, wie er es nennt, Ansehen durch Schlägereien erkämpft hat. Und wenn er wütend ist, dann sollen gleich alle irgendwen f*cken. Er kann sich eben nicht ausdrücken, aber aus seiner Sicht ist er sehr intellektuell. Respektlos. Er hält sich für den Größten und Tollsten. Er hat einem Mädchen gesagt, sie hätte ihren Vater gef*ckt. Sie hat nicht mal mehr einen, aber er hält seine Worte für stark.

Seine Worte sind armselig. Alle diese Worte solcher Menschen sind armselig. Sie spucken damit rum. Sind schon viel zu gebannt von ihrer Ansicht und der Geschichte aus ihrem hohlen Blickwinkel. Sie sind zu schwach los zu lassen und ihre Niederlage zu akzeptieren. Stattdessen schlagen sie mit ihrer widerwärtigen Wortkotze auf die Menschen ein, die am Wenigsten etwas dafür können, die am Wenigsten Teil dieser Geschichte sein wollen.
Hinter dieser ganzen Masche steckt doch nur ein verlassenes Kind, dass schon lange gestorben ist. Ihre Hülle widert mich an.

Und dann, wenn sie endlich verstehen würden, was sie mit ihren Worten anrichten, dann hoffe ich, bin ich nicht mehr die Einzige, die ohne zu zögern den Auslöser drücken würde.


14.2.10 15:08


 
Es ist dunkel, fast Nacht, doch durch den Schnee leuchtet alles um uns herum. Ich will mit dir da rauf, in den höchsten Raum in dem ehemaligen Einkaufszenter. Nun ist es grau und leer. Wir laufen die Auffahrt des verlassenen und vereisten Parkhauses hoch, um uns der Wind und all die hundert weißen Flocken. Fühle wie sie tanzen, um und mit uns. Wir schleichen das Dach entlang, über das Eis und die hohen Schneeschichten. Rein, durch den versteckten Eingang. Viele schwarze Treppen hoch, sie sind rutschig und blicken mich gefährlich an doch du hälst mich fest und wir ziehen uns weiter hinauf. Stockwerk um Stockwerk und immer Höher und Weiter. Gelangen in den kleinen Flur und vor uns alle weiß gestrichenen Räume. Alle gleich und weiß. Der zweite, auf der Linken.
 
Jetzt ist er gefüllt, nur er, mit unserem Atem und Fußstapfen. Blicke an den Wänden, die da nicht wieder verschwinden. Nur wir. Hände. Schaust du auch in die nahe Weite, sie ist hier, über uns - vor uns - um uns. Betrachte Häuserspitzen die im Nebel versinken, und Flocken die noch im letzten Laternenlicht dahin schweben. Höre den Wind pfeifen und die Melodie deines Atems singen, und so auch meinen. Drück dich an mich. Nur dich, während du in die Ferne guckst und mich mit geschlossen Augen siehst. Du und ich und weiße Wände. Wir und die Kälte die wir nicht spüren, nur in den grauen Atemwolken wiedererkennen.  Zusammen über der Welt und mitten drin.
 
16.2.10 22:32


 
Ich frage mich zu 90% der Zeit, was du eigentlich mit mir willst. Und das ist ja nicht wirklich der Sinn der Sache.
 
 
17.2.10 19:44


 
Du bist 'n Schwätzer und ein Weiberheld. Bei mir machst du immer auf den kleinen Jungen.
 
 
19.2.10 10:26


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